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Unterwegs auf Kontrolle mit Fritz Meile

Fritz Meile, Auditor und Zertifizierer

Fritz, kannst Du Dich für unsere Leserinnen und Leser bitte kurz vorstellen?
Mein Name ist Fritz Meile, ich bin verheiratet und Vater einer 14-jährigen Tochter. Wir wohnen im schönen Zürcher Oberland in Bäretswil. Nach meiner Ausbildung zum Metzger war ich für das Kongresshotel in Davos tätig und habe eine Zusatzlehre als Koch absolviert. Während meiner langjähriger Tätigkeit im Detailhandel absolvierte ich die Ausbildung zum Detailhandelsspezialist. 2012 suchte ich dann eine neue Herausforderung in der Lebensmittelbranche und bin seither als Auditor und Zertifizierer für die bio.inspecta in der ganzen Schweiz unterwegs.

Wie würdest Du Deine Arbeit beschreiben? 
Zu meinen Hauptaufgaben zählen die Kontrollen von Detailhändlern, Metzgereien, Viehhändlern, Gastrobetrieben, Bäckereien, Milchverarbeitern und seit nun zwei Jahren die regelmässigen Kontrollen am Luzerner Wochenmarkt.

Was schätzt Du an Deiner Tätigkeit? 
Besonders schätze ich den Kontakt mit den Menschen, das Kennenlernen der grossartigen Schweiz, die Selbständigkeit im Beruf und deren Organisation, so bleibt mir auch genug Zeit für meine Familie, das Kochen, das Skifahren und Sport/Spiel im Allgemeinen.

Was hat sich seit 2012 an Deiner Tätigkeit verändert? 
In den letzten neun Jahren ist die bio.inspecta stetig gewachsen und bietet auch in anderen Ländern ihre Dienstleistung an. Das hat dazu geführt, dass sich der Arbeitsumfang und die Anzahl Mitarbeiter erhöht hat. Auch die Anforderungen an die Auditqualität der einzelnen Label-Richtlinien/Vorgaben wächst und bringt einen grösseren administrativen Einsatz mit sich. Die Digitalisierung, die auch bei uns Einzug gehalten hat, vereinfacht viele Prozesse im Unternehmen und wir können den Kundenservice stetig verbessern.

Wir haben Fritz Meile zur Kontrolle am Luzerner Wochenmarkt begleitet. Die bio.inspecta unterstützt die Dienstabteilung Stadtraum, in dem sie kontrolliert, ob die verschiedenen Kriterien, die vertraglich vereinbart wurden, von den Standbetreibern erfüllt werden. 

Bei Bedarf unterstützt bio.inspecta die Organisatoren auch gerne bei der Erarbeitung einzelner Richtlinien. 

Es ist 6.30 Uhr morgens, die Marktteilnehmer bauen in der Morgendämmerung ihre Stände auf. Klirren und Geklapper erfüllt die Luft, Stimmengemurmel ist zu hören und es riecht nach frischen Lebensmitteln und Blumen.

«Guete Tag», spricht Fritz Meile den Standverantwortlichen an und stellt sich ihm vor. Er kontrolliert, ob die angebotenen Produkte den eingereichten Produktlisten entsprechen, die Preisschilder klar verständlich beschriftet sind, bei Bio-Produkten ein Zertifikat vorhanden ist und vieles mehr. 

Die Produzenten sind damit beschäftigt ihre Stände aufzubauen und ihre Ware zu präsentieren. Dennoch nehmen sich alle ein paar Minuten Zeit. Sie mögen den Austausch, erzählen gerne von ihren Erfahrungen und schätzen es, dass durch die Kontrolle sichergestellt wird, dass sich alle an die Vorgaben halten. 

Um 8.30 Uhr erwacht der Markt langsam zum Leben. Die Kunden schlendern von Stand zu Stand und lassen sich von den frischen, schön präsentierten Produkten verführen. Das bunte Treiben am Luzerner Wochenmarkt lädt zum Verweilen und zum Wiederkommen ein. Tradition vereint mit Moderne und Lebendigkeit, gepaart mit frischen, saisongerechten und lokalen Produkten. 

Der Luzerner Wochenmarkt findet dreimal wöchentlich in der Luzerner Innenstadt statt, dienstags und samstags als Frischwaren- und Spezialitätenmarkt und freitags als Fischmarkt. Die Veranstalter legen Wert auf regionale, frische, saisongerechte und landwirtschaftlich produzierte Nahrungsmittel. Das soll den Kundinnen und Kunden die Möglichkeit bieten Produzenten und Familienbetrieben aus der Region Luzern persönlich kennenzulernen. 

Die Standplätze werden alle 5 Jahre mittels Ausschreibungsverfahren vergeben. Die Standbetreiber bewerben sich bei der Dienstabteilung Stadtraum mit einer detaillierten Produktliste. So wird sichergestellt, dass der Sortimentsmix attraktiv und umfassend gestaltet ist. 

Ergänzend zu den Nahrungsmitteln werden Blumen, Pflanzen, überregionale und internationale Spezialitäten angeboten. Das Nebensortiment muss ebenfalls deklariert werden und darf nur zusätzlich zum Hauptsortiment angeboten werden, z.B. Kräuterbutter zu Fleisch oder Früchtebrot zu Käse.