Manuel Dubacher – ein neuer Blickwinkel im Verwaltungsrat

Manuel Dubacher, Verwaltungsrat
Seit diesem Jahr gehört Manuel Dubacher dem Verwaltungsrat von bio.inspecta an. Für viele unserer Kundinnen und Kunden ist er noch ein neues Gesicht. Zeit also, ihn etwas näher vorzustellen.
Lebensmittel begleiten Manuel Dubacher schon lange. Die Freude am Essen und sein Interesse an Naturwissenschaften führten ihn nach der Matura an die ETH Zürich, wo er Lebensmittelwissenschaften studierte.
Nach seinem Studium sammelte er erste praktische Erfahrungen in der Lebensmittelindustrie in Bischofszell. Schon früh übernahm er dabei Führungsverantwortung – zunächst ungeplant, dafür umso prägender für seinen weiteren beruflichen Weg.
2011 wechselte Manuel Dubacher zur bio-familia AG in Sachseln. Dort war er zunächst in der Produktionsleitung tätig und übernahm später die Leitung des Betriebs. Ab 2023 führte er das Unternehmen gemeinsam mit Daniel Bächler als Co-CEO.
Heute ist Manuel Dubacher als Betriebsleiter beim Olivenspezialisten Dumet tätig. Damit ist er weiterhin nahe an der Lebensmittelproduktion und den betrieblichen Prozessen – und an vielen Themen, die auch die Kundinnen und Kunden von bio.inspecta täglich beschäftigen.
Die Lebensmittelbranche aus der Praxis kennen
Mit seinem beruflichen Hintergrund bringt Manuel Dubacher eine Perspektive in den Verwaltungsrat ein, die für bio.inspecta besonders wertvoll ist: Er kennt die Lebensmittelverarbeitung aus dem betrieblichen Alltag und weiss, was Anforderungen an Qualität, Prozesse und Nachhaltigkeit für Unternehmen in der Praxis bedeuten.
Manuel, was hat Dich dazu bewogen, das Verwaltungsratsmandat bei bio.inspecta anzunehmen?
Seit rund 20 Jahren arbeite ich mit Herz und Seele in Lebensmittelbetrieben – immer aus einer Produktions- oder Betriebsleiterrolle heraus. Verbesserungsprozesse und Standortbestimmungen gehörten dabei stets zu meinem Alltag.
Als Vertreter der Produktion habe ich oft an externen Audits teilgenommen und die Auditorinnen und Auditoren durch den Betrieb begleitet. Das war jedes Mal spannend, denn der Blick von aussen war bereichernd, und die Gespräche am Rande der Kontrolle haben immer wieder zu Verbesserungen angeregt.
Insofern bin ich schon lange im Geschäft der Zertifizierung unterwegs – bisher einfach auf der anderen Seite – als Antwortender auf den Fragebogen. Die Gesichter einiger bio.inspecta-Auditorinnen und -Auditoren sind mir entsprechend bestens bekannt. Umso mehr freut es mich, nun die Kundensicht in den Verwaltungsrat einzubringen.
Im Bereich der Zertifizierung selbst bin ich neu und freue mich auf den Aussenblick, den ich mitbringen kann. Strategische Arbeit und Führung sind mir dagegen vertraut, da ich in meinen bisherigen Funktionen viel auf dieser Ebene mitgestalten durfte.
Bio, Qualität und die Entwicklungen von morgen
Die Lebensmittelbranche befindet sich laufend im Wandel. Anforderungen verändern sich, Nachhaltigkeit gewinnt weiter an Bedeutung und gleichzeitig müssen Unternehmen wirtschaftlich und praxistauglich arbeiten.
Welche Entwicklungen erachtest Du für die kommenden Jahre als besonders wichtig?
Mich beschäftigen zurzeit vor allem drei Themen: wie politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger mit den grossen Herausforderungen unserer Zeit umgehen, die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz und die Klimaveränderungen. In welcher Reihenfolge diese Themen an Bedeutung gewinnen, kann ich nicht sagen – sie hängen ohnehin stark zusammen.
Ich bin überzeugt, dass sich diese Entwicklungen stark auf unsere Gesellschaft und Wirtschaft auswirken und damit auch für bio.inspecta als Unternehmen relevant sind. Bei aller Unsicherheit gilt es, immer wieder neue Wege und Chancen zu suchen. Entscheidend ist dabei, was den Kern und die Werthaltung eines Unternehmens ausmachen – seine Kultur.
Das ist mit ein Grund, weshalb ich bei bio.inspecta nicht lange überlegen musste: Im Hinblick auf meine Kinder ist es mir wichtig, mich tagtäglich für eine lebenswerte Welt einzusetzen – ökologisch, sozialethisch und wirtschaftlich.
Seine Erfahrung aus Lebensmitteltechnologie, Produktion und Unternehmensführung möchte Manuel Dubacher künftig auch in die strategische Weiterentwicklung von bio.inspecta einbringen.
Doch wer ist Manuel Dubacher, wenn gerade keine Sitzung ansteht und keine Olive abgepackt wird?
Manuel, erzähl uns bitte etwas über Dich. Wo bist Du zu Hause und was machst Du gerne in Deiner Freizeit?
In meinem Leben hat es mich bisher einmal rund um den Vierwaldstättersee verschlagen – mit einzelnen Ausflügen nach Zürich und in die Ostschweiz. Geboren bin ich im Kanton Uri, aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich im Talkessel von Schwyz. Kurze Zeit habe ich zusammen mit meiner heutigen Frau in Luzern gewohnt, seit mehr als 15 Jahren leben wir nun in Obwalden.
Dort sind wir zur Familie gewachsen: Unsere Tochter ist heute 13, unser Sohn 10 Jahre alt. Wir gestalten unsere Freizeit möglichst gemeinsam, wobei jeder auch seinen eigenen Leidenschaften nachgeht.
Im Sommer und Herbst sind wir als Familie oft auf Campingplätzen unterwegs, im Winter praktisch jedes Wochenende auf den Skiern. Allein bin ich gerne mit dem Velo auf und neben der Strasse unterwegs – etwas weniger als früher, dafür wieder etwas mehr auf dem Arbeitsweg, wenn es sich einrichten lässt.
Was bedeutet Bio für Dich persönlich?
Mit Bio bin ich zuerst als Produzent in Berührung gekommen, erst später als Konsument – entsprechend habe ich es zunächst aus einer sehr technischen Sicht kennengelernt.
Bei der bio-familia habe ich dann verstanden, was wirklich dahintersteckt. Ich habe dort auch die Gründergedanken vertreten, die eng mit dem Aufbau der biologisch-organischen Bewegung in der Schweiz verbunden sind. Schriften von Dr. Müller haben mir gezeigt, dass viel mehr dahintersteht, als man auf den ersten Blick meint – auch im Alltag und in Diskussionen mit meinen Arbeitskollegen war dieses Denken stets fest verankert.
Heute schätze ich Bio noch mehr: Im biologisch geführten Selbsternte-Garten, in dem wir unser Gemüse ernten dürfen, erlebe ich es hautnah. Und ich beobachte immer wieder gerne, wie sich die Schafwolle, die wir letzten Herbst ausgelegt haben, langsam zersetzt und das Grün dazwischen wächst.
Was möchtest Du bei bio.inspecta mitgestalten?
Ich möchte die Sicht der produzierenden Lebensmittelbetriebe einbringen, damit der Kundennutzen und damit der langfristige Erfolg von bio.inspecta gesichert werden kann. Und ich will meinen Teil dazu beitragen, dass bio.inspecta mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die genannten Herausforderungen gerüstet ist und ihnen positiv begegnen kann.
Und zum Schluss: Was darf bei Dir an einem guten Apéro auf keinen Fall fehlen?
Als Betriebsleiter beim Olivenspezialisten Dumet natürlich: gute Oliven! Ich schätze die Vielfalt der unterschiedlichen Sorten und Herkünfte – von mild bis kräftig, von sauer bis scharf gibt es eine riesige Bandbreite zu entdecken.