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Bio bleibt Herzenssache – Dieter Scheibler im Verwaltungsrat von bio.inspecta

Dieter Scheibler, Verwaltungsrat

Wer Dieter Scheibler kennt, weiss: Bio ist für ihn weit mehr als eine Produktionsweise. Es begleitet ihn praktisch sein ganzes Leben. Bereits seine Eltern entschieden sich 1953 für den biologisch-organischen Landbau. Dieter selbst stellte seinen Betrieb 1996 auf Bio um und führte den Biohof Scheibler in Oftringen über viele Jahre mit viel Überzeugung und Engagement.

Vor einigen Jahren haben wir Dieter und seinen Hof bereits ausführlich vorgestellt. Seither hat sich einiges verändert: Mittlerweile hat er den Betrieb an einen seiner Söhne übergeben und sich neuen Aufgaben zugewandt. Der Landwirtschaft und insbesondere dem Biolandbau ist er aber weiterhin eng verbunden.

Heute bringt Dieter Scheibler seine langjährige Erfahrung und seine Sicht aus der landwirtschaftlichen Praxis als Mitglied des Verwaltungsrats von bio.inspecta ein. Er kennt die Herausforderungen, mit denen landwirtschaftliche Betriebe im Alltag konfrontiert sind, aus eigener Erfahrung – ebenso wie die Entwicklungen, welche die Biobranche über viele Jahre geprägt haben.

Neue Aufgaben und neue Perspektiven
Mit der Übergabe des Hofs an seinen Sohn hat sich Dieters Alltag verändert. Die Verantwortung für den Betrieb liegt nun bei der nächsten Generation. Für ihn bedeutet dies vor allem, dass er sich nicht mehr um sämtliche administrative Aufgaben kümmern und nicht mehr ständig an alles denken muss.

Ganz aus dem Betrieb zurückgezogen hat er sich allerdings nicht. Er ist weiterhin zu 20 Prozent angestellt und hilft mit, wann immer es möglich ist. Besonders im ersten, nicht einfachen Jahr nach der Hofübergabe steht er seinem Sohn beratend und unterstützend zur Seite.

Gleichzeitig hat Dieter neue Aufgaben übernommen. Seit dem 8. März 2026 engagiert er sich als gewähltes Mitglied des Gemeinderats von Oftringen. Eine Aufgabe, die ihm Freude bereitet und neue Einblicke ermöglicht.

«Die Arbeit im Gemeinderat ist sehr interessant und für mich eine ganz neue Aufgabe. Es ist spannend, Zusammenhänge aus einer anderen Perspektive zu betrachten und mich dort einzubringen, wo meine Erfahrung einen Mehrwert bringen kann.»

Auch im Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) engagiert sich Dieter weiterhin als Vizepräsident. Dieses Amt wird er noch rund eineinhalb Jahre ausüben.

40 Jahre Praxiserfahrung für bio.inspecta
Mit seinem Engagement im Verwaltungsrat von bio.inspecta übernimmt Dieter eine weitere Aufgabe, bei der er seine langjährige Erfahrung einbringen und gleichzeitig neue Perspektiven kennenlernen kann.

Der Anstoss dazu kam von seinem langjährigen Wegbegleiter und Freund Ueli Steiner, der ihn für die Mitarbeit im Verwaltungsrat angefragt hatte.

Für Dieter war dies eine Gelegenheit, seine Verbundenheit mit dem Biolandbau auf eine neue Weise fortzusetzen.

«Der Biolandbau hat mich über viele Jahre geprägt. Im Verwaltungsrat möchte ich meine Erfahrungen aus 40 Jahren Praxis einbringen und gleichzeitig selbst neue Perspektiven kennenlernen. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung und darauf, neue Menschen kennenzulernen.»

Dabei ist ihm besonders wichtig, die Sicht der landwirtschaftlichen Betriebe einzubringen und die Verbindung zwischen den Anforderungen an die Zertifizierung und dem praktischen Alltag auf den Höfen zu stärken.

Zwischen steigenden Anforderungen und wirtschaftlichem Druck
Der Biolandbau hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark weiterentwickelt. Neue Anforderungen, veränderte Rahmenbedingungen und die Erwartungen von Landwirtschaft, Markt und Gesellschaft stellen die Branche immer wieder vor neue Herausforderungen.

Dieter kennt diese Entwicklungen aus eigener Erfahrung. Besonders der zunehmende wirtschaftliche Druck auf die landwirtschaftlichen Betriebe beschäftigt ihn.

«Was mich besonders beschäftigt, ist der sehr mühsame Preisdruck, den ich bei den Jahresgesprächen mit den Grossabnehmern immer wieder spüre. Gleichzeitig werden die Anforderungen an die Produzenten immer grösser. Die Betriebe müssen aber auch wirtschaftlich bestehen können.»

Neben diesen wirtschaftlichen Herausforderungen sieht er auch im Klimawandel, in der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und im verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen wichtige Themen für die Zukunft des Biolandbaus. Hinzu kommt die zunehmende Bürokratie, die den landwirtschaftlichen Betrieben immer mehr abverlangt.

Seine langjährige Erfahrung als Biolandwirt möchte Dieter deshalb auch im Verwaltungsrat nutzen, um die Anliegen und Herausforderungen der Produzenten einzubringen.

Mit der Praxis verbunden – die Zukunft im Blick
Seine Rolle hat sich verändert, seine Verbindung zur Landwirtschaft nicht. Im Verwaltungsrat möchte Dieter dazu beitragen, dass bio.inspecta sich auch künftig praxisnah und mit einem guten Verständnis für die Bedürfnisse der Betriebe weiterentwickelt.

Für die kommenden Jahre hat er klare Wünsche – sowohl für bio.inspecta als auch für die Biolandwirtschaft insgesamt:

«Ich wünsche mir, dass bio.inspecta auch in Zukunft für Glaubwürdigkeit, Fachkompetenz und Praxisnähe steht. Und dass der Biolandbau für die nächste Generation attraktiv bleibt. Ich wünsche mir auch, dass die Menschen bei ihrer Ernährung wieder umdenken und bewusst Lebensmittel einkaufen – und nicht einfach nur Nahrung.»

Ein Wunsch, der zeigt, dass Dieters Überzeugung für den Biolandbau auch nach der Hofübergabe ungebrochen ist.

Wer Dieter Scheibler und die Geschichte seines Biohofs näher kennenlernen möchte, findet in unserem früheren Porträt mehr über seinen Weg und seine langjährige Verbundenheit mit dem Biolandbau.  

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